Tsunamiwarnung in Phuket …(ganz aktuell!!)

…ganz schön aufregend, was wir hier erleben – aber zunächsteinmal müsst Ihr Euch keine Sorgen machen. Es hat keinen Tsunami gegeben, aber wir haben live miterlebt, wie es sich anfühlen könnte, kurz vor einem Unglück.

Aber ganz kurz zu unserer Ankunft hier in Phuket:

Gestern sind wir gesund und fröhlich am Ziel unserer Rad-Tour angekommen. Die Halbinsel Phuket präsentierte sich in vollem Umfang von seiner touristischen Seite: die Straßen wimmeln von motorisierten, dickbäuchigen, sonnenverbrannten Touristen, von denen nicht wenige dem Alkohol oder schnellem Sex verfallen sind. Viel davon sieht man in Patong;  wir sind durch diesen Trubel durchgefahren, und ich muss sagen, dass wir so ein Treiben noch nie erlebt haben. Die Straßen sind voll und gesäumt von Etablissements, welcher der Massentourismus hierher gebracht hat. Kurz gesagt: ein schrecklicher und erschreckender Anblick. Wir fahren durch diesen, ca. 10.000 Touristen fassenden Ortsteil und kommen nach Kata-Karon, einen drei Buchten umfassenden Ortsteil, der zwar weniger voll. aber fast genauso touristisch ist. Den Strand haben wir noch gar nicht erkundet, aber die Anfahrt an der Küstenstraße, mit etlichen Steigungen, ist durchaus sehenswert.

Wir sind also am Radladen angekommen, beglückwünschen uns zu unseren 833km, die wir bei ca. 34 Grad Durchschnittstemperatur zurückgelegt haben und treffen uns auch alle am Abend zum letzten gemeinsamen  „Nachtessen“ (wie der Schweitzer sagt). Alle sind rundum zufrieden, wir tauschen E-mailadressen aus und erhalten außerdem noch eine FotoCD mit über 1300 Fotos, die Ludy während der Woche gemacht hat. Und wir freuen uns darauf, unsere müden Muskeln noch 2 Tage ruhen zu lassen, denn ein paar Höhenmeter und vor allem ausdauernde Tempostrecken (bei der Hitze!!!) haben geschlaucht. Wir verschwinden in ein kleines Mitelklassehotel direkt gegenüber vom Radladen, etwa 500-600m vom Strand auf einer Anhöhe gelegen und sehen einem entspanten Tag entgegen.

So war es auch bis heute Nachmitag:  wir haben mal bis 8h geschlafen (sonst saßen wir um die Zeit schon auf dem Rad), begannen den Tag mit Auspannen am PC oder mit ein paar Runden im Pool und  spätem Frühstück! Ich habe dann mal die Künste der zahlreichen Beauty-Salons getestet, war mäßig zufrieden aber entspannt.Hatte zum ersten Mal wirklich Gurkenscheiben im Gesicht, was auch tatsächlich sehr erfrischend war 🙂

Nachmittags wollten wir dann einfach mal in Richtung Strand, ließen uns jedoch mit dem Hotel-Shuttle-Bus zum Starbucks Café bringen, unweit des Strandes und saßen etwa eine halbe Stunde dort, als ich ein paar Amerikaner neben uns vom Erdbeben und Tsunami reden höre, was allerdings hier wenig verwunderlich ist – schließlich waren auch wir mit unserer Radgruppe an einer Gedenkstätte in Khao Lak. Kurz darauf waren die Amis verschwunden, das Personal räumte die Theke leer und schickte sich an zu gehen. Wir wollten auch gehen, allerdings zum Strand und waren nicht ganz sicher, welche Richtung wir einschlagen sollten und fragten das Personal nach dem Weg. Tja, wir könnten nicht zum Strand gehen, dort sei Polizei und der Angestellte faselte in gebrochenem Englisch von  „earthquake“. Wir konnten uns das kaum zusammenreimen, bis ich dann schaltete und der Angestellte dann auch sagte, es würde ein Tsunami kommen; wir könnten nicht zum Strand gehen. Unser Blick nach draußen verriet uns dann, das die Sache wohl ernst sei: die umliegenden Geschäfte schlossen mehr oder weniger hastig, einige Menschen liefen an uns vorbei, aber es herrschte keine Panik. Wir gingen also Richtung Hotel – zurück auf die Anhöhe. Mir war ziemlich mulmig, zumal die Anzahl der Fahrzeuge zunahm und Menschen auf dem Weg ihre Geschäfte verließen – es gab aber keine Warnzeichen, wie eine Sirene o.ä.      Als wir auf die Ausfallstraße stießen, war jene stadtauswärts verstopft, viele Touristen gingen zu Fuß – nur mit einem Handtuch über den Strandsachen bekleidet. In den Geschäften, die wir passierten, lief der NAchrichtensender, aber wir sahen nur Bilder von überfüllten Straßen. Es herrschte Aufregung, aber keine Hektik oder gar Panik. Wir entschlossen uns  in Panes Radladen vorbei zu schauen, schließlich kennt er sich aus, lebt sein 9 Jahren hier, hat natürlich Internet, sodass wir etwas erfahren könnten. Dort trafen wir auf Dietmar und Simone von der Tour, die ebenfalls in der Nähe waren und Pane um Rat fragen woltlen; sie haben etwas von einer 6m hohen Welle in Indien gehört….. Pane kam herein und liast un die neusten Berichte aus dem Netz vor. Wiedermal zeigte sich, dass die europäischen Nachrichtenkanäle schneller Bescheid gaben als die einheimischen, trotzdem waren die Neuigkeiten widersprüchlich. Sicher war nur, dass es keine Welle bislang gegeben hatte, weder in Aceh (Indonesien), noch in Thailand oder Indien.  Wir verfolgten gemeinsam das Internet; Dietmar fuhr trotzdem in deren Hotel am Strand und holte Reisepässe für sich uns seine Frau.  Wir wohnen ja gegenüber auf der Anhöhe und blieben ruhig. Weitere Meldungen waren ebenfalls eher beruhigend – auf der Straße jeoch nahm der Verkehr noch zu, Menschen strömten in die höher gelegenen Gebiete. In Patong, welches direkt am Strand liegt, war wohl Panik ausgebrochen. Dann hörten wir, dass sich das Meer dort zurückgezogen hatte; also könnte wohl doch eine Welle kommen…… Stephan holte nun auch unsere Pässe, damit wir sie dabei haben würden, Panes Frau ging mit Dietmar und Simone den  Touristen und Thais hintherher auf die Anhöhe – ich wartete, dass Stephan zurückkommen würde, aber Pane und ich waren sicher, dass wohl nichts passieren würde, denn in Aceh war nur eine 17cm hohe Welle gemessen worden – daraus konnte sich doch nichts Großes entwickeln. Stephan kam zurück und berichtete, dass er im Hotel gefragt wurde, wo er hingehen wollte, schließlich wäre das Hotel absolut sicher – so hoch oben, wie es steht.

Pane blieb auch in seinem Laden; wir gingen ins Hotel und sahen dort auf BBC, dass zwar Bilder der Panik aus Indonesien verbreitet wurden, aber Thailand nur in Warnbereitschaft bliebe. Der Flughafen war zwar geschlossen worden, aber eine baldige Auflösung der Warnung würd erwartet – so werteten WIR jedenfalls die Berichte, obwohl der Ton der Berichterstattung eher besorgniserregend kang.

Nachdem ich zunächst, als wir das Café verlassen haben, ein etwas mulmiges Gefühl verspürte, war es doch wichtig die Informationen aus dem Internet abzuwarten und zu bewerten. Stephan war ruhiger, besonnen und Panes Zusatzinfos zu den Entwicklungen seit der Katastrophe von 2004 haben meine Unruhe schnell in Gelassenheit verwandelt.

Ich müsst Euch also nicht um uns sorgen. Wir waren auch schon wieder unterwegs um etwas zu essen, aber einige Lokale sind immernoch geschlossen. Der Schrecken bei den Thais sitzt wohl wirklich tief – kein Wunder. Wir haben Bilder der Verwüstung vor Ort in Khao Lak gesehen, und das Leid war sicher schrecklich. Gut, dass das Warnsystem funktioniert hat…..kaum 30 min nach dem Erdbeben, hat es hier schon Meldungen gegeben. Das ist doch durchaus ein Fortschritt!!!

P.S. Noch ein paar kleine Meldungen von unterwegs: wir sind auf Elefanten geritten und haben einen Babyfant gestreichelt!

 

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Auf Radtour in Siam (…von unterwegs…)

Die Sendung „Anna und der König von Siam“ habe ich als Kind immer im TV gesehen, aber mir war lange nicht klar – bis vor Kurzem um ehrlich zu sein -, dass damit Thailand gemeint war. Und da wir vor den Osterferien wirklich gut in der Schule eingespannt waren, hatte ich auch wenig Zeit und kaum Muße, mich ein bisschen zu informieren. Gut, dass wir bereits ein bisschen Asien erfahren sind und nicht ganz blauäugig auf Reisen gehen. Trotzdem lerne ich erst nun, da wir im Land unterwegs sind, Eigenarten bzw. lerne das Land überhaupt kennen.

Stephan und ich sind begeistert davon, das Land per Rad zu erkunden – nicht nur das Training, sondern wirklich das Reisen von A nach B steht im Mittelpunkt. Jeden Tag sehen wir und erleben wir Neues, mit jeder Etappe – derer wir insgesamt 8 absolvieren werden von Bangkok nach Phuket – tauchen wir etwas tiefer ein, sehen die Thais in ihrem Alltag, sehen das Leben auf dem Land und freuen uns an vielen Dingen, die wir aus Indonesien kennen: die Hitze, die Schwüle, üppige, tropische Vegetation, einfachste Lebensbedingungen und unendlich freundliche Menschen, die so anmutige Gesichter haben. Wir fühlen uns wohl – auf dem Rad und unter diesen Menschen, aber auch mit unserer Reisegruppe: 8 Mitstreiter und Tourguide, Pane, der zwar ehemaliger Radprofi war, immer noch äußerst trainiert und aktiv und von Haus aus Schweizer ist, aber seit ca. 9 Jahren hier lebt. Außerdem ist Ludy mit von der Partie; seines Zeichens schwuler Thai, der sich um unser aller Wohlbefinden kümmert, indem er Obst reicht, die Flaschen befüllt oder sogar als Fremdenführer fungiert. Chen fährt das Begleitfahrzeug  und komplettiert den Tross. Täglich fahren wir zwischen 70 und 140 km; von Hotel zu Hotel; für alles wird gesorgt – wir treten nur in die Pedale und lassen uns „betütteln“ (Ludy ist da voll in seinem Element!). Herrlich!

im Training

Die Etappen sind ausschließlich flach – für die Kenner unter Euch: ca. 130 Höhenmeter auf  70km……also nicht mit unseren letzen Aufenthalten auf Lanzarote vergleichbar. Aber kontinuierliches Treten – ohne nennenswerte Rollpausen – bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut 35 Grad…..schlaucht und so freuen wir uns täglich auf ein paar Runden im Pool und frische Kokosnuss 🙂

Die Tour richtet sich an alle Leistungsklassen. Ich glaube, wir haben Glück gehabt, dass wir eine recht ausgeglichene Truppe beisammen haben. Neben Pane gibt es auch noch ein, zwei andere ehemalige Radsportler dabei; die anderen sind ebenso motiviert – nur bei welligem Gelände trennt sich die Gruppe, und wir „Speedies“ warten an ausgemachten Punkten. So kommt jeder zu seinem Recht! Ein paar Gesprächspartner sind uns natürlich lieber als andere: Weitgereiste teilen eben eine gewisse Neugier und offene, weniger kritisierende Sichtweise auf alles, was uns hier begegnet 🙂

Und nebenbei gibt´s auch noch ein bisschen Kultur: die Thai sind fast alle Buddhisten.

...am Pool

Im Land verteilt gibt es über 35.000 Tempel, in jedem leben im Schnitt 10 Mönche, also ist es nicht verwunderlich, dass wir auf dem Weg etliche Stätten passieren und auch Zeit finden diese zu besuchen. Ludy führt uns und gibt uns einen kleinen Einblick.

...mit Ludy auf Kulturtrip im Tempel

Tempel zu Ehren des Königs von Thailand

 

 

 

 

 

Heute, am Karfreitag, haben wir Ruhetag und lassen uns treiben. Ein kurzer Jog am Strand vor dem Frühstück oder ein paar Runden Schwimmen stehen auf dem Programm – vielleicht auch noch eine Massage. Diesen Luxus habe vor allem ich, Susanna, schon einige Male genossen. Die Thai bieten angenehme Spa-Atmosphäre und Handfertigkeit, die man den zierlichen Damen kaum zutraut. Ich begebe mich gern in ihre Hände und kann wunderbar entspannen. Stephan ist da etwas vorsichtiger, da er leider gerade schlechte Erfahrungen bei meinem gelobten TCM Arzt gemacht hat: kurz nach der Behandlung bekam er einen schmerzhaften Hexenschuss, den er nun langsam auskuriert. Also lässt er da lieber niemanden an sich heran. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, dass wir Sportler natürlich seriöse Etablissements aufsuchen……. gerade in Thailand werden von zierlichen Damen auch andere Bedürfnisse gestillt 🙂 Fast erschrocken haben wir in Bangkok gesehen, in welchen verruchten Straßen sich ausländische Männer zur Schau stellen. Genau wie die jungen Frauen präsentieren sie sich in entsprechenden Bars und warten darauf „auf“ oder „ausgesucht zu werden. Die leichten Mädchen gesellen sich dann einfach dazu….ein Anblick wie im Rotlichtviertel – nur schäbiger!

Kleines Fotoalbum:

in Aufbruchstimmung südwestlich von Bangkok

 

....auf der Strecke mitten in Thailand...

 

 

 

 

 

 

Schweinebraten am Straßenrand....aber wir blieben beim Hühnchen!!

 

 

Mittagessen unterwegs: frische Garnelen !!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick vom Tempel zur Küste und tropischer Vegetation im Inland

Ludy schwärmt für Männer 🙂

 

So, jetzt habt Ihr alle eine vielfältigeren Einblick als sonst. Die Internetverbindung hier ist nämlich ganz schön fix, und ich kann ein paar Bilder mehr hochladen!

Wir wünschen Euch allen schöne Osterfeiertage mit vielen bunten Eiern, die Ihr hoffentlich nicht unter der Schneedecke suchen müsst.

 

Schulisch wir die Zeit nach den Osterferien sicher noch schneller vorbeigehen als zuvor. Das Abitur mit Besuch aus Deutschland steht an, Projektwoche und, und, und…. Kaum zu glauben, aber das erste Schuljahr in China befindet sich bald im Entspurt.

Wir freuen uns schon auf unseren Besuch in D im Sommer.

Bis dahin freuen wir uns auch mal wieder auf Post von Euch.

Herzlichst Eure Beijingrookies!

 

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Die Verbotene Stadt…

haben wir immer noch nicht besichtigt – ist ja auch verboten 🙂

Doch wir haben Appetit bekommen, denn immerhin haben wir sie von OBEN gesehen. Vom Kohlehügel, der fast direkt an die Mauern des Kaiserpalasts angrenzt, haben wir einen fantastischen Blick erhascht und haben somit einen Lieblingsplatz in der Stadt gefunden – so gut hat uns der Ausblick von dort oben gefallen.

Die Verbotene Stadt - vom Kohlehügel gesehen

Der Kohlehügel ist ein künstlich aufgeschütteter Wall, der aus dem Aushub für die kaiserliche Stadt und den Kanal drumherum entstand. Vorher nur ein kleiner, grüner Hügel zur Zeit der Mongolenherrschaft, war er später zu 5 Hügeln angewachsen, auf welchen Pavillions thronten, die jedoch lange Zeit nur dem Kaiser zugänglich waren. Erst 1928 wurde daraus ein öffentlicher Park geschaffen. Dieser wird wiederum heute ganz stark von den Pekinesen angenommen. Erneut treffen wir auf einen tollen Chor, aber auch auf ethnische Minderheiten, die in traditionellen Kostümen tanzen. Mao-Anhänger tauschen alte Fotos oder erzählen sich gegenseitig Geschichten aus vergangenen Zeiten. Insgesamt eine heitere Atmosphäre, die uns ganz gefangen nimmt.

Jelena, unser erster Gast, erhält diese Eindrücke ganz zu Beginn ihres Aufenthaltes bei uns. Gerade angekommen – am Morgen noch vor 6 Uhr – klettert sie schon am Nachmittag mit uns auf den Kohlehügel und genießt den Anblick auf die Verbotene Stadt, deren Ausmaß uns erst hier richtig bewusst wird.

Pavillon auf dem Kohlehügel

Wir wollen nochmals den Film „Der letzte Kaiser“ anschauen, den ich als Jugendliche sah, aber von welchem ich mir nun verspreche, die Stadt, die Chinesen und ihr Erbe einfach besser zu verstehen – toll, dass wir hier sind und das hautnah nacherleben können.

 

wir mit Jelena, die ein Praktikum an der DSP macht

 

Ansonsten warten wir auf etwas wärmere Temperaturen. Es naht die Mitte des Monats März – d.h. hier wird bald die Heizung abgeschaltet, aber es ist noch ganz schön kalt…….heute war es mächtig windig.  Der Wind blies scharf aus dem Norden und wehte richtige Sandschwaden vor sich her. Die Wüste Gobi lässt grüßen! Drückt mal die Daumen, dass es hier auch bald frühlingshaft wird. Die nächste Jahreszeit soll ganz plötzlich Einzug erhalten, haben wir gehört!!!

Jelena macht ein Praktikum an unserer Schule, und nächste Woche kommt der nächste Gast zu uns. Ralphi wird China erkunden, und auch sonst haben sich schon Interessierte gemeldet. Wir freuen uns schon darauf, unsere chinesischen Erlebnisse mit Euch in Echtzeit zu teilen! 🙂

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Tropisch…

und unheimlich grün erscheinen uns die Philippinen, als wir auf der Insel „Cebu“ landen. Palmen, tropische 30 Grad und Schwüle erleben wir wieder hautnah, und wir fühlen uns irgendwie wie in Indonesien. Die Abholung am Flughafen erfolgt umgehend, sodass wir, kaum, dass wir gelandet waren, uns schon in einem Minibus wiederfinden, der durch die engen, bevölkerten Straßen Cebus holpert; allerdings bei hohem Tempo, welches sich bei der Überlandfahrt eher noch steigern sollte. Da wir im Zubringerflieger von Manila kein Frühstück bekommen hatten, freuen wir uns sehr, dass bald am Straßenrand angehalten wird – wie bei einem Drive-Through, und ein paar gabackene Reisfladen eingekauft werden. Es schmeckt süßlich nach Kokos, und wir sind rundum gesättigt, sodass wir die Fahrt bestimmt überstehen würden. Der Fahrer gibt auch ordentlich Gas. Bald lassen wir die wuselige Stadt, die mit flachen, ärmlichen Hüttchen, vielen Verkäufern am Straßenrand und etlichen Mopeds, die auch wieder mit bis zu 5 Personen genutzt wurden, sehr den Zuständen Jakartas ähnelte, hinter uns; der Verkehr nimmt ab, aber ein Dorf folgt dem nächsten mit vielen Schulen und Kirchen, wobei zwar die katholischen überwiegen, aber wir sehen z.B. auch die Zeugen Jehovas mit einer eigenen Kirche. Kinder muss es also viele geben, denn so viele Grund- und weiterführende Schulen, wie es hier gab, müssen ja begründet gebaut sein.

Ich hatte völlig vergessen, oder war mir gar nicht bewusst, dass wir nicht nur an die nördliche Spitze Cebus transferieren, sondern auch mit einem Boot zur Insel „Malapascua“ übersetzen müssen. Wie herrlich, denn das würde zum einen das Ende dieser doch recht halsbrecherischen Fahrt bedeuten, zum anderen aber wieder Seeluft, tropisches Wasser und Blick in die weite Ferne, den wir beide so lieben. Neben dem Tauchen ist ja gerade das Bootfahren das schönste Erlebnis!

Das Boot der Sea-Explorers wartet schon auf uns – wir hüpfen an Bord, die Taschen werden uns gleich wieder abgenommen, und wir sind spätestens jetzt in Ferienstimmung – Schule, Peking – alles scheint weit weg zu sein  als wir nach 30 min ankommen – an einem fast weißen Strand……

Bounty Beach, Malapascua

Der Tauchshop wird gut geführt, wir finden uns schnell zurecht, aber die Erlebnisse unter Wasser stimmen uns nur mäßig glücklich:  die Sicht ist wohl saisonbedingt sedimentreich; sodass wir relativ wenig Farben erleben, aber besonders offensichtlich ist, dass es wenig Fisch gibt. Die ersten Tauchgänge machen uns nachdenklich; wir vergleich mit anderen Destinationen, die wir so innig geliebt haben (z.B. 5 x Bunaken/Sulawesi/Indonesien) – aber nach 2 Tagen genießen wir natürlich doch das, was wir sehen oder uns mit großer Hingabe gezeigt wird, denn die einheimischen Tauchguides tun alles, um uns den Aufenthalt so schön und erlebnisreich wie möglich zu machen – reißen sich ein Bein aus, um uns alle erdenklichen Fische zu zeigen. Ein paar highlights gibt es dann doch: einen Fuchshai, der mehrfach um unsere Gruppe kreist und wirklich recht nah kommt, ein riesengroßer Frogfish, Pygmäenseepferdchen…. vor allem Kleingetier, woran sich die Makrofotografen hier besonders freuen. Unser Diveguide Mosloy kümmert sich rührend und schlägt auch noch Stunden nach unserem Tauchgang ein besonders lustig aussehenden Fisch im Artenbuch für uns nach: juveniler Harlekinlippfisch (!) – leider ohne Foto! Aber hier kommt ein Fuchshai!

Der Fuchshai umkreiste unsere Tauchergruppe - spannend!

Und über Wasser genießen wir natürlich auch eine Tropeninsel wie aus dem Katalog! Wir tauchen dort, genießen frisch gebratenen Fisch u.a. am Strand…. sowie die wirklich beeindruckende Natur – auch wenn die Fotos wie mit dem Photoshop-Programm bearbeitet aussehen. Außerdem gibt es täglich Mangos und Bananen im Überfluss – besonders schmackhaft als Shake, der uns sogar auf unsere Veranda gebracht wird. Auf dieser kleinen Insel kommt ein Gefühl, wie im Paradies auf……nur, dass man inzwischen dort nicht mehr ganz allein ist. Einige Tauchboote machen dort fest; trotzdem gehört die Insel zum Neuesten, was die Philippinen unter Naturschutz gebracht haben: Niemand darf dort Müll produzieren oder gar liegen lassen; das Grillgut wird von zwei dort lebenden Familien zubereitet; man muss eine Tagesgebühr vor Ort zahlen, die dem Erhalt der Insel zu Gute kommt. Es gibt ein paar Verhaltensregeln auf der Insel, unter Anderem z.B. dass an der Landzunge nicht gebadet werden darf – es gibt Strömungen. Man sorgt sich! Gut so, denn das kleine Eiland wirkt fast zerbrechlich in seiner Schönheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interessant sind dann die Gespräche mit dem Manager der Tauchbasis, der uns über das Leben der Einheimischen berichtet, oder unsere Gespräche mit ihnen selbst: den Tauchguides, den Kindern, die auch schon zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, indem sie Muschelketten o.ä. am Strand verkaufen, aber trotz ihrer 10 Jahre schon recht ordentlich Englisch sprechen. Wir entdecken die Insel bei einem Spaziergang und sehen das einfache Leben der Menschen hier, die sich von Fischfang und eben Tourismus ernähren. Leider kann niemand das Kapital zur Gründung einer Tauchbasis z.B. mitbringen, doch alle Arbeiten werden hier von ihnen geleistet. Ob der Lohn stimmt, wissen wir nicht, aber sie profitieren immerhin! Der Familienklan hält eng zusammen, damit alle leben können – doch das Erscheinungsbild der ärmlichen Hütten zeigt uns Rückständigkeit, eher 3. als 2. Welt. Die Menschen, allerdings, sind so freundlich und wenig aufdringlich, dass wir gern geben! Der Holzschnitzer, Jolito, könnte mit seinen, aus freier Hand geschnitzten,  (Unterwasser-)Tieren auf dem Weihnachtsmarkt bei uns ein Vermögen verdienen ……hier höchstens eine „Kleinigkeit“ durch unsere Extraauftragsarbeit. Nun besitzen wir eine kleine Kollektion aus Holz: Hammerhai, Fuchshai, Mantarochen, Schildkröte !

Jolito in seiner open-air "Werkstatt"

 

Gespräche beim abendlich frisch zubereiteten asiatischen Essen mit Tauchgästen aus aller Welt runden unsere Erlebnisse ab. Wir treffen Gleichgesinnte aus Melbourne/Australien, Wien/Österreich, Banja Luka/Serbien (jetzt aber Schweden oder auch Peking!) und eben auch Dresden/Deutschland.

Wir merken, die Welt ist klein – es gibt auch viele andere, die so reisen wie wir; das verbindet, und doch ist jedes Erlebnis auch ein einzigartiges!

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Tiefgefroren …

……sind wir noch nicht nachdem wir aus den Weihnachtsferien  tatsächlich „heim“gekehrt sind. Die erste Woche war supersonnig. Morgens sind wir zwar bei etwa -6 Grad zur Schule gefahren, aber mittags stiegen die Temperaturen auf fast 5 Grad in der Mittagszeit. Toll! Und geeignet für Ausflüge am Wochenende, z.B. in den Zoo, welcher etwa so aussieht, wie der hannoversche vor der Expo: zu enge Käfige und wenig auf die Tierarten abgestimmte Auskleidung der Umgebung. Einzig dem Panda wurde schon viel Aufmerksamkeit geschenkt, sodass jene Gehege recht artgerecht und auch botanisch schön gestaltet sind.

 

Panda mit leckerem Bambus

Natürlich kann man auch im Zoo den chinesischen Hang zum überdimensional Großen sehen. Aber Statuen müssen auch hier sein.

Stephan mit Tiger oder Tiger mit Stephan ?

Dann gab es ein paar Smogtage – die gefallen natürlich nicht. So kurz vor dem neuen Jahr – dem chinesischen Neujahr – haben die Zuständigen wohl nicht dafür sorgen wollen, dass die Luft „freigeschossen“ wird. Aber nun, zum Neujahrsfest ist die Luft bestenes. Allerdings fallen auch nun die Temperaturen deutlich unter Null nachts. Kürzlich bis zu  -16 Grad.

Winterzeit bedeutet in Peking auf jeden Fall „Eiszeit“. Die Stadt wirkt im täglichen Leben etwas tiefgefroren: es gibt weniger Verkehr, die Menschen scheinen mehr Zeit zu hause zu verbringen oder wenigstens drinnen, wer weiß schon wo, aber die Straßen sind eben etwas leerer. Trotzdem wird gejoggt – auch bei Smog – aber in besonderer Weise wird das Eis genutzt, das nun alle Seen und Kanäle bedeckt:   Es wird Schlittschuhgelaufen, auf kleinen, lustigen Schlitten gefahren, geangelt oder geschwommen!!!

Die kleinen Schlitten ähneln kleinen, selbstgebastelten Seifenkisten, und der Fahrer stößt sich mit Stöcken, die er in beiden Händen hält vom Eis ab um zu rutschen. Manchmal wird aber auch einfach das Sofa aus dem Wohnzimmer geschleppt, damit eben jenes als gemütlicher Untersatz für die Rutschpartie dienen kann. Ein ulkiger Anblick.

Eis-Schlitten

 

 

 

 

 

Sofa on ice

 

– Die Angler hacken sich das Eis frei und warten mit derselben stoischen Ruhe wie im Sommer und tratschen mit dem Nachbarn, und selbst die Eisschwimmer haben die Ruhe weg. Wir sehen morgens auf dem Schulweg, wie im Sommer, um etwa 7.15h nachdem es gerade hell geworden ist. Einige sind vorher schon gejoggt oder machen andere Lockerungsübungen bevor sie ins eisige Nass springen. Diese Bilder sind jedoch von einem Sonntags-spaziergang an einem der drei miteinander verbundenen Seen. Mehrere Schwimmer hatten bereits ihrer Luft gefrönt, eine weitere Frau wartete auf ihren Einsatz. Scheinbar traf man sich zum sonntäglichen Freiwasserschwimmen, wie eben auch zu wärmeren Zeiten. Andere absolvierten Kraftübungen mit bloßem Oberkörper….. wir waren erstaunt!

 

Eis-Schwimmer

Auf jeden Fall ist der Winter eine lebendige Zeit, auch wenn die Stadt weniger trubelig erscheint. Alles scheint gemächlicher abzulaufen, und diese Ruhe tut natürlich gut in einer Großstadt, wenn man auch selbst etwas zur Ruhe kommen möchte. Die Rikschafahrer hatten trotz der Kälte alle Hände voll zu tun. Auf dieser Straße ließen sich die Fußlahmen kutschieren……in eine Kuscheldecke eingehüllt!

 

Rikschafahrer und Gäste

Ehrlich gesagt, hab ich gerade gut reden von einer fast heimelig wirkenden Kälte……Stephan und ich sind ihr doch entflohen und weilen gerade auf der philippinischen  Insel „Malapascua“ – bei etwa 28 Grad Tagestemperatur 🙂  Wir nutzen die Feiertage zum chinesischen Neujahr voll aus und genießen mal wieder exotisches Ambiente, das uns übrigens sehr an Indonesien erinnert. Besondere Grüße an Euch alle, die uns das nachfühlen können.  Liebe Grüße und bis bald!!!!

 

 

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Wünsch´Dir was…

….ja, jetzt an Weihnachten möchten natürlich auch wir EURE Wünsche erfüllen. Einer, der mir zugetragen wurde, lautete, dass Ihr gern mehr von unserer neuen Schule in Beijing sehen möchtet.

Also los:

Wir haben uns bei unserem Besuch im Mai sehr von den Wachen vor dem Botschaftsgelände abschrecken lassen. Dabei muss man nur auf sie zugehen, so tun, als würde man dazugehören – und prinzipiell tut man das als Langnase, und schon wird einem das Tor geöffnet. Es ist also überhaupt nicht notwendig zu fragen, zu bitten oder zu gestikulieren, und einen Pass oder ID muss man natürlich auch nicht täglich vorweisen. Ihr lacht vielleicht, aber die Deutsche Schule Shanghai lässt jeden Schüler erst nach der Prüfung der Schulzugehörigkeit (durch einen Chipausweis!!!) durch das Drehkreuz – also davon sind wir weit entfernt. Unsere Schulleitung propagiert Öffnung und so wenig Reglementierung wie möglich, was wir als angenehm empfinden.

Eingang zur DSP

 

Zugegeben, die Wachen und die Abzäunung geben unserem Schulgebäude noch ein bisschen mehr Glanz und

Wachmann an der Eingangspforte

Bedeutung. Aber es gibt auch einen Wohnkomplex auf dem Gelände (in gelb am linken Bildrand noch zu erkennen), der von Botschaftsangehörigen bewohnt wird. Einige Kinder haben somit einen unglaublich kurzen Schulweg, weil sie praktisch auf dem Schulhof wohnen.

 

 

 

So, kann man dann also hineinspazieren und, so wie wir, sein Fahrrad abstellen:

 

Dann marschiert man geradewegs auf den oberen Schulhof zu, nimmt ein paar Stufen und gelangt rechts zum Haupteingang. Die schwarze Stiege (geradeaus) führt direkt zum Verwaltungstrakt (1.Stock), wird aber in der Regel nur von der Schulleitung benutzt. Kein Schleichweg – da zu offensichtlich –  aber eine kleine Abkürzung!

Treppe zum oberen Schulhof und Haupteingang (rechts)

Die vorherrschende Farbe rot begleitet uns den ganzen Tag, weil auch die Fußböden z.T. so dunkelrot gestrichen sind. „Rot“ ist die Glücksfarbe schlechthin in China, uns somit werden wir davon auch auf Schritt und Tritt begleitet.

Hinter  der Schule gibt es noch einen wirklich schön angelegten Garten, von welchem man durch einen hübschen, chinesisch gestalteten Torbogen auf die Tartanlaufbahn gelangt.

Blick vom Schulgarten auf die Laufbahn - nach Feng Shui geplant, glaube ich !

Da wir keinen Sportplatz mit 400m Laufbahn haben, improvisieren wir, laufen rund um die Schule, den Hartplatz und den Grundschulspielplatz, und haben somit ein etwa 350m-Rund. Zum Warmlaufen und für Leichtathletik reicht es aus – aber wir wünschen uns natürlich mehr Platz! Nur, alles kann man eben nicht haben, stimmt´s?

Drinnen gibt´s eine Aula, die sich zur Sporthalle hin öffnen lässt, sodass sie auch als Tribüne bei Sportwettkämpfen fungieren kann – gar nicht so unpraktisch. Jetzt stehen dort natürlich auch (unechte) Weihnachtsbäume, die uns alle einstimmen sollten.

geöffnete Aula zum Volleyball-Turnier

Ganz ehrlich? Wir führen uns sehr wohl hier. Wir freuen uns über die Kids, die noch von Klasse 1-12 hier zur Schule gehen. Doch es wird langsam voll, denn die Grundschule hat viel, viel Zulauf…..ein Neukauf, Anmietung oder vielleicht sogar Neubau stehen zur Debatte – aber solche Entscheidungen werden nicht in absehbarer Zeit getroffen. Bis dahin bleiben wir gern hier.

Oben im 2. Stock gibt es auch einen Dachgarten, der im Sommer gern während der Mittagspause genutzt wird; es gibt also ein paar Fleckchen, an denen man sich auch in der Schule wohl fühlen kann. Schön, dass jemand daran gedacht hat!

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien haben wir dann wirklich gemerkt, wie gut bereits angekommen sind, und wie schnell – nach nur 4 Monaten – wir ein Zugehörigkeitsgefühl entwickelt haben: Am Schultreff – einer Zusammenkunft aller Schüler in der Aula – zeigte sich, dass wir schon ganz viele Gesichter kennen und sie alle mit viel Freude anschauen, aber auch uns viel Anerkennung entgegen gebracht wird. Mit dem Gefühl sind wir gern in die Ferien gegangen…..

Aber auch hier – daheim in D- freuen wir uns nun, altbekannte Gesichter wieder zu sehen und vertraute Plätze auf zu suchen. Doch andererseits schweben wir auch ein bisschen zwischen zwei Welten. Das Beste daran ist, dass wir beides genießen können.

Euch allen, die unsere ersten Schritte in China so intensiv begleitet haben, habt vielen Dank für Zuspruch und Interesse. Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest in derselben fröhlichen Runde, wie wir sie genießen dürfen.

Rutscht gut ins neue Jahr – wir radeln hinein auf Lanza!!! Bis ganz bald, mit neuen Abenteuern aus Beijing!

 

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Beijing vs. Shanghai

….nein, nein, wir waren nicht beim Championsleague-Spiel der verfeindeten, chinesischen Rivalen, sondern haben bei der Stippvisite nach Shanghai ein kleines Fazit gezogen. Nur ein kleines, wenig repräsentatives, weil wir nur einen winzigen, aber bleibenden Eindruck von der Mega-Metropole erhaschen konnten, denn wir waren dort an drei Wettkampftagen der Ostasienspielen eingespannt und haben bei einer Bootsfahrt auf dem Gelben Fluss nur einen Hauch dieser beeindruckenden Innenstadt sehen können.

Aber nun von vorn:

Vor zwei Wochen waren wir fast erstmals kulturell in Peking unterwegs. Ziel unseres Ausflugs war der Himmelstempel, einer der bedeutendsten Tempelanlagen ganz Chinas. Ich war mit meiner neuen Kamera bewaffnet und konnte jede Menge Bilder einfangen. Die Parkanlagen drumherum gaben auch jede Menge Motive ab, denn die Chinesen nutzen jede Fläche, um ihrem Hobby nachzugehen. Somit konnten wir Tangotänzer en masse beobachten, die zu laut aufgedrehter Musik tanzten oder es lernten oder so taten, als ob sie es können -aber ganz ohne Scham. Das würde sich doch bei uns niemand trauen, oder?

Tango im Park

Ganz gebannt lauschten wir auch einem probenden Chor, der sich eine Ecke mit guter Akustik gesucht hatte – kurz vor dem Eingang zum Haupttempel. Kräftige und klare Stimmen konnten wir hören. Daneben wurde gestrickt und zugehört. Ein schönes Erlebnis.

starke Stimmen

Der Tempel selbst wird sehr verehrt; er symbolisiert die Verbindung zwischen Erde und Himmel. Der Kaiser hatte, bevor er Opfer brachte wie zu unserem Erntedankfest, 3 Tage gefastet, um die Götter milde zu stimmen. Eine ganze Prozession um ihn herum trug ihn auf einer Sänfte zum Tempel. Das letzte Mal ist das wohl in den 30er Jahren passiert – ist also noch gar nicht so lange her! Wenn man sich das vergegenwärtigt, scheint der Aufstieg Chinas noch beeindruckender, allerdings wurde mit der Kulturrevolution unter Mao auch ein hoher Preis gezahlt, denn vieles aus der Zeit davor wurde zerstört und der Gedanke dieses Kulturgut zu pflegen, kommt wohl erst in unserer Zeit wieder auf.

Himmelstempel

Kulturbegeisterte

Wir saugten den Anblick des Tempels auf; er wirkt geradezu bezaubernd. Leider empfinden viele Chinesen ähnlich, und somit wird so ein Ausflug auch schnell anstrengend aufgrund der Menschenmassen, denen man am Samstag so  begegnet 🙁

Touri-Strom

Im Anschluss waren wir natürlich hungrig und wollten unbedingt schauen, ob es hier tatsächlich so allerlei Ungetier zu essen gibt. Und tatsächlich – allerdings eher als Touristenattraktion gab es dann dieses zu sehen +  und für jeden, der wollte, auch zu probieren. Vorsicht: Lebendiges am Spieß !!!!

 

Skorpione - mmmmmh, lecker

....und Maden...

 

 

 

 

 

 

und große Skorpione....

 

 

feine, kleine Heuschrecken

 

 

 

 

Den Anblick, den Shanghai bietet, ist mindestens genauso beeindruckend – vielleicht aufgrund der futuristischen Moderne fast überwältigend. Doch mit dem „alten China“ hat Shanghai wirklich nichts mehr zu tun. Alles wirkt bombastisch, und jedes Gebäude ist hell erlauchter – ganze Stadtteil blinken gen Himmel, sodass man fast von Lichtverschmutzung sprechen könnte. Ein ZU VIEL kann es auch geben! Trotzdem haben wir beschlossen, die Stadt sicher nochmal zu besuchen – mit etwas mehr Zeit im Gepäck!

Shanghai !!!!

Von den Ostasienspielen waren wir alle – Trainer, wie Schüler – begeistert. Es wurde gekämpft, und unser Team hat besonders in den Einzeldisziplinen hervorragend abgeschnitten. Das Team ist an sich gewachsen, und der Zusammenhalt unter den Schüler, die z.T. 5 Jahre Altersunterschied aufwiesen, war wirklich prima. Das nächste Mal müssen wir auch die Ballsportarten professioneller vorbereiten, damit wir noch mehr Paroli bieten können. Doch mit dem 3. Platz insgesamt sind alle glücklich nach Hause gefahren.

warm up auf beneidenswert großem Sportplatz des Eurocampus Shanghai

Mehr Fotos von den OAS auf der Schulhomepage www.dspeking.net.cn unter „Fotos“!!!

bis bald, Eure Beijingrookies 🙂

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Sendepause…

Ja, wir waren in den letzten….3… Wochen ganz schön beschäftigt. Das Training für die Ostasienspiele wurde intensiviert, Korrekturen lagen auf dem Tisch – kurz: Wir mussten ARBEITEN, waren einfach eingespannt, und ich habe keine Zeit gefunden ausführlich zu berichten.

Aber wir haben trotzdem immer wieder kleine Erlebnisse auf dem Schulweg! Inzwischen fahren wir auch durch bunt belaubte Straßen, aber über ein Kuriosum grübeln wir bereits lange. Folgendes Verkehrsschild steht in einem Botschaftsviertel, durch welches wir täglich hindurch fahren. Und die Straßen sind auch nicht gesperrt, sondern ganz regulär für den Verkehr freigegeben, doch was soll das bedeuten???  Schickt doch mal ein paar Vorschläge:

Verkehrsschild ???Weiter geht´s mit ein paar Besonderheiten, was das Wetter anbetrifft. Richtig froh sind wir um den Umstand, dass es kaum regnet. Die Luft soll allerdings so trocken werden im Winter, dass die Haut regelrecht zusammen schrumpelt – wie ein trockenes Pfläumchen. Wir werden sehen. Momentan genießen wir einfach das Wetter; es ist zwar morgens schon recht frisch (so um die Null Grad), aber mittags kann man noch draußen einen Kaffee trinken – mit Jacke und Schal allerdings. Aber das ist Ende Oktober trotzdem ein Genuss.

Allerdings haben wir auch schon die Schattenseiten der versmogten Stadt zu spüren bekommen: letzte Wochenende war es soweit. Der Luftverschmuztungsindex, den wir von den Amerikanern erhalten, stieg nach zwei Tagen schlechter Luft auf etwas über 440 an, was vor allem bedeutet, dass man kaum 150m weit gucken kann. Alles sieht zunächst nebelig aus, aber am Samstag Abend merkte ich dann auch, dass meine Lunge nicht mehr so ganz mit dem Feinstaub, der diese hohen Werte verursacht, zurecht kam. Gott sei Dank, war der Spuk nach dem dritten Tag vorbei, ein Wind frischte auf und blies die Staubglocke weg – strahlend blauer Himmel folgte! Und die kids durften dann auch wieder auf den Schulhof. Aber ab Werten von über 250 soll nämlich kein Sportunterricht mehr draußen erfolgen, und der Aufenthalt im Freien während der Pausen ist dann auch nicht mehr gestattet. Sportwettkämpfe, die lange geplant waren, haben dann aber trotzdem stattgefunden.

Auf den nächsten Fotos könnt Ihr mal den Unterschied sehen, zwischen ganz klarer Luft und Blick bis in die Berge……und dem versmogten Tag.

klare Sicht bei sonnigstem Wetter

Smog in Beijing

Heute, am Samstag machen wir uns noch auf den Weg und wollen die Stadt weiter erkunden – bestimmt ergeben sich dann auch wieder neue Motive, die ich mit meine neuen (aber gebrauchten) Digitalkamera einfangen kann.  Drauf freue ich mich schon.

Morgen (richtig: am Sonntag) erfolgt dann die letzte intensive Trainingseinheit für unsere Ostasienathleten, und am Mittwoch fliegen wir für 4 Tage nach Shanghai!!! Toll!!!

Drückt die Daumen – wir wollen den Titel verteidigen! Bis bald !!!!

 

 

P.S.: Bei uns waren inzwischen auch die Fensterputzer am Werk. Das sieht dann so aus:

Fensterakrobaten !!!

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Auf der Mauer, auf der Lauer…

lagen wohl die vielen Wachsoldaten, um das Kaiserreich Chinas gegen die Mongolen rund um Dschinghis Khan zu verteidigen…….ja, man kann sich das wirklich sehr lebendig vorstellen, wenn man die Mauer selbst betritt und das recht steile, bizarr hügelige Gelände drumherum sieht.

Ich bin jedenfalls sehr beeindruckt von diesem unendlich, fast 6000 km langen Bauwerk, welches zu einigen Teilen wirklich schnell aus Beijing zu erreichen ist. Allerdings sind diese Mauerstücke restauriert und als touristisches Ziel hergerichtet worden. Stephan und ich haben uns in den ersten Ferientagen ganz feudal in einer recht luxuriösen  Unterkunft eingemietet, wurden jedoch auch mit zwei wunderschönen Tagen belohnt. Die Herberge gehört zum „Schoolhouse“ und damit zu einer Reihe von sehr ursprünglich belassenen, aber restaurierten Hutonghäusern im Ort Mutianyu, die ein amerikan. Architekt hergerichtet hat.

The Brickyard (eine der restaurierten Unterkünfte des Schoolhouse)

die Fabelwesen auf dem Dach sollen böse Geister abhalten!

 

 

 

 

 

 

 

Der Service ist klasse; es gibt selbst gemachte Marmelade zum leckeren Frühstücksbuffet, aber das beste war die Möglichkeit, in der Abgeschiedenheit des Örtchens vom Bett, bzw. sogar vom Klöchen aus auf die Mauer zu schauen. Und nachts schauten wir in den Sterne – so ohne Fremdlicht leuchtete uns das ganze Universum entgegen! Herrlich!

Blick über das Bett in die Berge - und über die Oberlichter in den Himmel 🙂

 

Auf die Mauer gelangt man entweder zu Fuß  – leider  wieder über asphaltierte Treppen, – oder mit der Seilbahn,  aber wir sind natürlich trotzdem gelaufen. Jedoch muss man sich zunächst durch einen Souvenirmarkt wühlen, doch angesichts der z.T. wirklich netten Andenken, hat zumindest mir das nicht all zu viel ausgemacht. Sicherlich wäre ich auch lieber allein über Wanderwege hinauf gelaufen, aber von solchen Gedanken muss man sich hier in China wohl wirklich verabschieden. Oben angelangt war ich sofort vom Ausmaß der Mauer überwältigt – und obwohl ich schon viele Bilder gesehen hatte, war es wunderschön selbst dort zu sein.

ohne Worte - einfach schön!

Wir liefen bergauf, bergab über viele Wachtürme, die z.T. auch als Schlafstätten fungiert hatten. Man mag sich kaum ausmalen, wie bitterkalt, stürmisch und einfach auch einsam es dort oben gewesen sein musste. Zum letzten Turm hinauf wurde es wirklich sehr, sehr steil, und der offiziell, für Touristen ausgelegte Weg war dort beendet, aber man wurde auch nicht daran gehindert weiterzulaufen. Also liefen wir weiter, wohin uns nur noch vereinzelte Wanderer folgten. Und wir trafen auf verwilderte Mauer – DAS war nun wirklich abenteuerlich und wirklich atemberaubend und großartig zusammen.

wilde Mauer

Die Natur hatte sich vor allem den begehbaren Weg wieder zurückerobert: Es wuchsen Sträucher, Bäume mitten auf dem Weg. Die Mauerseiten waren zerrüttet, man musste sich vorsehen, wohin man noch treten konnte. Aber sie machte trotz allem keinen gefährlichen oder unüberwindlichen Eindruck – war immernoch recht gut erhalten.

Wir rasteten ein bisschen, stärkten uns, denn es war wirklich sonnig und wir schwitzen, waren nach dem anstrengenden Bergaufmarsch hungrig…..genossen aber die Fernsicht in die heute eben nicht mehr bedrohlichen Ortschaften der Täler.

wir zwei in der "chinesischen Wildnis"

Wow, wir waren wirklich hingerissen! und wir wollen unbedingt noch auf einem weniger hergerichteten Teilstück wandern. Wer von Euch kommt mit?

 

 

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Auf Klassenfahrt…(jetzt mit Fotos!)

In Deutschland auf Klassenfahrt zu gehen bedeutet zumeist,
dass ich als Lehrerin mich nach einem geeigneten Ziel für die entsprechende Klassenstufe
umhöre, recherchiere, Kollegen frage, ob und welche Erfahrungen sie gemacht
haben…und…und..und. Auf der Reise selbst muss ich ständig die Kinder zählen,
den Busfahrern hinterher telefonieren, mich nach Fährverbindungen erkundigen,
schauen, ob die Anzahl der Fahrscheine stimmt und natürlich mindestens mit zwei
Augen vorn und zweien am Hinterkopf nach meinen Schülern Ausschau halten.
Jedenfalls liegt die meiste Verantwortung bei mir, und kaum bin ich daheim
(falls nicht schon unterwegs) meldet sich ein aufgeregter Elternteil und ich
muss Rede und Antwort stehen, weshalb es eine Erkältung gegeben hat – naja, ein
bisschen überzogen vielleicht, aber wer meine und Helgas Geschichte vom letzten
Jahr noch kennt, weiß, dass es auch noch viel, viel schlimmer kommen kann. Auf
so manchen Kosten bleibt man dann letztendlich auch noch sitzen…..

Hier bin ich nun von Sonntag auf Donnerstag mit meiner 10.
und der Parallelklasse unterwegs gewesen + Rainer als Klassenlehrer und Stephan (mein Stephan) und Silvia G. als Begleitpersonen. Wir haben uns an die Vorschläge, die vor
einigen Jahren für die Jahrgangsstufen ausgewählt wurden, gehalten, haben
jedoch die Möglichkeit eines Vaters genutzt, der der Schule angeboten hat über
TUI zu buchen. Entweder sollte es nach Shaolin zu den bekannten Mönchsklöstern
gehen (inklusive KungFu-Kurs, was mich als Sportler sowieso reizt) oder zum
heiligen Berg Tai Shan, Konfuzius´Wirkungsort Qufu und anschließend noch zur
Küstenstadt und ehemaligen deutschen Kolonie Qingdao (wo das berühmte, nach
deutschem Braurezept gebrautem Tsingtao-Bier seinen Ursprung hat!). Die Schüler
wählten fast einstimmig den letzten Vorschlag (wahrscheinlich wegen der geplanten Brauereibesichtigung+Verkostung!!!) , und wir Lehrer bekamen dann eine
ausgearbeitete Tour von der TUI vorgeschlagen. Das Geld wurde in der Schule
abgeholt und aufwändig nachgezählt (erst per Zählmaschine, dann per Hand!). Wie
sich herausstellte sollten wir über die gesamte Reise hinweg eine Reiseführerin
bekommen und zusätzlich vor Ort auch noch eine ortskundige Begleitperson.
Herrlich! Ich hätte sowieso kaum etwas zur Geschichte des Taoismus oder
Konfuzius´Lebenswerk ohne größeren Nachschlageaufwand beitragen können und so war
die Studienfahrt (die erste für die Schüler) gerettet!

Unsere Reisbegleitung kümmerte sich um die Zugtickets, die
immer erst kurz vor Abfahrt irgendwo auf dem z.B. riesigen Bahnhof in Beijing
abgeholt werden mussten. Das hätten wir Langnasen allein nie bewältigt. Auch
die Einsteigeprozedur will gelernt sein: Zunächst muss in einer großen
Wartehalle bis etwa 15min vor Zugabfahrt gewartet werden. In Beijing kann man
leicht die Zeit mit Kaffeetrinken oder Shopping überbrücken, aber in den
Provinzbahnhöfen steht man sich die Beine in den Bauch oder muss in einem
stickigen und völlig überfülltem Raum sitzen. Dieser neue, ausschließlich für
Megaexpresszüge gebaute Bahnhof in Beijing ist ungefähr so groß wie der Flughafen in
Hannover, nur noch moderner!!!!! Der Schnellzug fährt dann mit über 300 Sachen
durch die Landschaft, sodass wir in Nullkommanix im etwa 500km entfernten
Tai´an (beim Berg Tai Shan)ankamen.

Die Bergbesteigung war toll, zumal das Wetter wirklich
großartig war. Leider wurden wir nach den ersten Tempeln am Tag zuvor weiterhin
mit dem Gigantismus der Chinesen konfrontiert. Und dieser Charakterzug liegt
uns weniger. Der wirklich heiligste aller Berge wurde vom Fuße an zubetoniert,
ein Shuttleservice mit Bussen operiert vom Fuße an zur Mittelstation, und dort kann
man dann entscheiden, ob der Aufstieg zu Fuß über die verbleibenden etwa 3000
Stufen erfolgen soll oder per Seilbahn absolviert wird. Sicher kann man auch
von ganz unten den Aufstieg über die 6666 Stufen wählen, aber nur mit
ausreichender Fitness – also nichts für die meisten unserer Schüler. Immerhin
kamen – bis auf zwei, drei Fußlahme –
alle oben an!

Was uns allen zwar bewusst war, aber erst inmitten der Chinesen wirklich auffiel, war die Tatsache, dass wir hier – in der Provinz – als Langnasen sehr auffielen. Viele Schüler/innen, und uns Lehrern erging es nicht anders, wurden vielfach aufgefordert für Fotos zur Verfügung zu stehen. Unglaublich waren dann folgende Szenen:

Wir hatten am Ende des Hauptaufstiegs eine Treppe als Treffpunkt ausgewählt, und nach 1,5 h saßen dann fast alle Schüler beisammen – folglich waren wir ein begehrtes Fotoobjekt. Einige Chinesen stellten sich wirklich schamlos vor uns auf und beäugten uns neugierig, oder sie setzten sich mitten zwischen uns und ließen sich für das eigene Album fotografieren. Das können wir aber auch!!!

Der Besuch des kleinen Städtchens Qufu würde sich sogar über
2 Tage lohnen, denn die Ruhestätte von Konfuzius liegt in einem wirklich hübsch
gelegenem (Friedhofs-)Park, für den wir nicht genügend Zeit hatten.

Wächter vor dem Grab des Konfuzius

Abschließend hatten wir noch 1,5 Tage in Qingdao – und wieder haben wir uns darüber geärgert, dass die Deutschen all ihre Kolonien zurückgegeben haben. Die durchaus große Küstenstadt (immerhin 9,7 Mio Einwohner) liegt wirklich idyllisch rund um eine Landzunge, welche den östlichsten Zipfel des nördlichen Teils Chinas darstellt. Korea und Japan sind über nicht allzu lange Fährfahrten erreichbar und der Handel des Überseehafens
blüht.

Der ältere Teil der Stadt wirkt völlig europäisch und hatuns wohl deshalb so ausnehmend gut gefallen. Häuser und Kirchen (!!!) sind fast wie in einer Altstadt angeordnet, keine Hochhäuser stören den Blick und die Seeluft erinnert an einen Kurort! Hinzu kommt ein Stadtteil mit ausschließlich ausgewählter, europäischer oder kommunistisch russischer Architektur. Hier stehen riesige Anwesen, die mich persönlich an die Bonzenbauten Titos
(ehemaliges Jugoslawien) erinnert haben.

Qingdao (gesprochen Tschingdao)

Unsere Schüler hatten weniger einen Blick dafür, sondern
kraxelten lieber am Strand herum – das kann ich ihnen kaum verdenken.Trotzdem ärgerte es mich natürlich maßlos, wenn sie nicht bei den Erläuterungen der Guides zuhörten. Schließlich bedeutet Studienfahrt auch hier: Studienfahrt. Die Nachbereitung wird noch folgen 🙂

Highlight für uns Kollegen war der Kaffe und ein anständiges Stück Schwarzwälder-kirschtorte plus leckerem Kaffee Latte im Ratskeller des ehemaligen Anwesens des deutschen Gouverneurs, welcher nach dem viel zu teurem Ausbau seinen Schlösschens vom Kaiser gefeuert wurde.

Rainer und ich mit Torte 🙂

....und der Kaffee schmeckt uns dreien!

Insgesamt kann ich festhalten, dass ich mir kaum habe träumen lassen, wie sehr ich mich über ein McCafé freuen würde, nachdem wir fast eine Woche nur chinesisches Essen genießen konnten. Es war wirklich recht gut, gemessen am  Gesamtreisepreis und daran, dass wir wirklich in der Provinz unterwegs waren. Aber es geht doch nichts über einen guten Kaffee und ein leckeres Frühstück mit Brötchen – welches wir uns Freitag nach der Rückkehr nach Beijing beim Deutschen Bäcker gegönnt haben 🙂

Auch wenn es sich abgehoben anhört, habe ich mich wirklich
darüber gefreut, dass wir die Reisebegleitung bei uns hatten:

Ich hatte dadurch vor allem Zeit und Muse die Schüler besser
kennenzulernen. Die ticken wirklich anders als die Kinder in D und dessen bin
ich mir in dieser Woche bewusst geworden. Sie sind zum Einen etwas weniger
selbständig, was mich natürlich auch nervt. Aber sie brauchen auch mehr
(persönliche) Zuwendung – mehr Aufmerksamkeit für ihre persönlichen Anliegen.
Andererseits hat das längere „Kindsein“ einen Vorteil bei der Klassenfahrt –
sie schlagen weniger über die Stränge!!!!

Bis auf einen medizinischen Zwischenfall, der sich
Gottseidank auch nicht verschlimmerte (denn die medizinische Versorgung wäre
katastrophal gewesen!), hatten wir keine außergewöhnlichen Vorkommnisse. Und
dafür bin ich – nach der rabenschwarzen Fahrt im letzten Jahr – wirklich
dankbar. Ich grübele schon über ein Klassenfahrtsziel für die 11. Klasse, denn
dann können wir frei – losgelöst vom Schulfahrtencurriculum – entscheiden. Und
ich vermute, ich darf meine Klasse bis zum Abitur behalten. Auch darüber würde
ich mich sehr freuen, denn die Kids sind wirklich prima!!!!!

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